24.08.11-08.08.11
Meine erste Zusammenfassung von einer längeren Zeit, in der auch eigentlich gar nicht so viel passiert ist.
Meine erste Zusammenfassung von einer längeren Zeit, in der auch eigentlich gar nicht so viel passiert ist.
Cairns ist so eine richtige Urlaub Stadt; es gibt viele
Bars, Restaurants und enorm viele Reisebüros, die einem jede erdenkliche
Aktivität anbieten und jeder zu anderen
Preisen.
In Melbourne war alles viel größer und schneller, sodass man einige
Sachen vielleicht gar nicht wahrgenommen hat und sich richtig anstrengen musste
um etwas zu finden. Hier ist alles recht überschaubar. Es gibt ein großes
Shopping Center, in dem diverse Läden und zwei große Supermärkte, Coles und Billo,
(beide von der gleichen Kette und direkt neben einander) sind, in denen wir
fast jeden Tag einkaufen waren. Dann geht’s in die Stadt, teils Fußgängerzone,
teils befahrbar. Laut Susi und Annika kann man hier gut shoppen, aber den Luxus
hat sich bisher keiner von uns leisten können.
Highlight ist die Esplanade und
die Lagune, die keine Lagune ist, sondern eigentlich nur ein Freibad in der
Form einer Lagune, direkt am Meer und mit weißem Sand umrundet. Die Esplanade
ist allerdings echt schön, zur einen Seite das Meer und zur anderen eine gut
gepflegte, erkundungswerte Parkanlage. Es gibt extra zwei Wege, die durch einen
Grünstreifen getrennt werden, der eine für Fußgänger und Jogger und der andere
für alles was rollt… Entlang der gesamten Esplanade findet man immer wieder
Attraktionen wie z.B. mehrere Fitnesstationen an denen jeder gewisse Teile
seines Körpers trainieren kann. Desweiteren gibt es auch drei Volleyball
Felder, einen kleinen Kletterberg neben einem großen Baum und einen großzügig
angelegten Skaterpark, in dem man überraschender Weise nicht nur Skater,
sondern eher Kinder auf Cityrollern findet, die durch die Betonformen jagen,
wie ich es mich kaum trauen würde.
Bestimmt habe ich noch viel ausgelassen,
denn ich muss gestehen, dass ich erst drei, vier Mal dort war. Heute Morgen
sind Susi und ich um fünf Uhr morgens aufgestanden um den Sonnenaufgang mit
anzusehen und als wir an der Esplanade ankamen waren schon viele Jogger
unterwegs. Leider versperrten Wolken die Sicht auf die Sonne.


Unser erstes Hostel,
das BHA war eigentlich ziemlich gut, nur die Zimmer waren klein und wir mussten
uns mit einem anderen vierer und zwei Einzelzimmern eine Toilette und Dusche
teilen. Aber es gab morgens gratis ein gutes Frühstück und die Küche war gut
ausgestattet und sauber. Im Hinterhof war ein Pool mit Liegebänken umgeben von
Palmen, an dem direkt auch die Essensbereich grenzte und die offene Küche war.
Außerdem gab es noch einen Pooltisch der kein Geld kostete!
Im vorigen Hostel,
Melbourne Connection, was zwar sehr „Backpacker-isch“ war, war die Küche ein großes Problem, nie
richtig sauber und viele haben einfach ihr eigenes Geschirr nicht abgespült,
sodass man vor und nach dem Essen spülen musste. Das war im BHA und auch im YHA
anders; bei beiden gab es fest angestelltes Personal, das extra drauf achtete
das auch alles irgendwie sauber ist/aussieht. Und dabei kostete eine Nacht nur
20$! Im YHA in Melbourne 31$. Eine andere Reisegruppe die mit uns nach
Melbourne geflogen sind, waren im Cairns Beach Hostel, in dem es unbegrenzt
freies W-LAN gibt. Also sind auch wir umgezogen.
Zufällig war das mein Geburtstag und ich wurde sogar beschenkt! Eine tolle Geburtstagstorte, Double Chocolat Chips und einen Gorillapod von Susi!:)
Zufällig war das mein Geburtstag und ich wurde sogar beschenkt! Eine tolle Geburtstagstorte, Double Chocolat Chips und einen Gorillapod von Susi!:)
Das Zimmer im Cairns Beach House war riesig, eigentlich sechs Personen, aber mit nur vier Betten, einem eigenen Bad – und endlich mal ein DOPPELBETT. Und das Beste, wir hatten sogar W-LAN Empfang in unserem Zimmer. Aber die Ernüchterung kam schnell. Bedbugs.
Als Susi und ich uns schlafen legen wollten und die Decke umklappten; Kleine Käfer. Und irgendwie wurden es mehr.
Nach einem Gang zur Rezeption wurden wir dann in ein noch größeres Zimmer verlegt, in dem auch sechs Betten standen. Zum Glück auch ein Doppelbett, aber leider kein Internet mehr… Wir buchten also erst mal für eine Woche, weil man dann oft den siebten Tag umsonst bekommt. Wir mussten jetzt nochmal verlängern und sind nun bis Donnerstag im gleichen Zimmer für 15$! die Nacht, weil es ein Sechserzimmer ist, die beiden restlichen Betten blieben aber bis jetzt leer.
Eigentlich wollten wir schon früher los, aber wir haben relativ früh damit angefangen unsere Tour die Ostküste herunter zu planen und zu buchen. Nils und ich sind von einem Reisebüro ins andere gelaufen, haben uns immer erst beraten lassen und dann am Ende gesagt: „Die machen es für so und so viel, kannst Du das toppen?“. Und so sind wir am Ende nach Peterpan bei Happy Travels angekommen, einer großen Backpacker „Tourorganisation“. Als wir denen unser Programm vorlegten und den Preis nannten, ging das große Gerechne los. Es dauerte über eine Stunde und einen Anruf beim Chef, ob er den Deal machen darf, bis er uns alles 5$ billiger, aber besser als bei Peterpan präsentierte. Das gute bei Happy Travels ist, dass die eine Preisgarantie im Sinne von „Wir schlagen jeden Preis!“, haben.
Unsere Paket umfasst jetzt:
Eine „Regenwald“-Tour mit Uncle Brians, ein Schnorchel Tag am Great Barrier Reef mit der Ocean Freedom, einen OZ Experience Bus Pass von Cairns bis nach Byron Bay, eine White Water Rafting Tour mit Raging Thunder, zwei Nächte auf Magnetic Island im Base Hostel direkt am Strand mit Schnorchel Ausrüstung, Frühstück, Abendessen und Cocktail , zwei Nächte in Airlie Beach, eine Sportsegeltour mit zwei Übernachtungen auf der „Broomstick“ um die Whitsunday Islands, eine Übernachtung bei 1770 wo wir einen Tag auf kleinen Chopper umherfahren (Scooteroo), ein dreistündiger Surfkurs, eine Fahrt raus aufs Meer zum Delphine füttern und zu guter Letzt drei Nächte in Rainbow Beach und zwei Nächte auf Fraser Island wo wir mit einem Geländewagen selbst über die Insel cruisen und campen.
Ganz schön viel. Und hätten wir alles einzeln gezahlt fast 1900$ teuer. Wir haben 1495$ gezahlt und ich glaube schon einen echt guten Deal bekommen. Aber es ist schon krass so viel Geld auszugeben, ohne richtig gearbeitet zu haben, aber wenn wir die obere Ostküste nicht jetzt machen, dann wetterbedingt erst in einem dreiviertel Jahr...
Bis jetzt haben wir die Tour bis Magnetic Island gebucht, sodass wir danach Mitte September in Ayr sind und dort nach Arbeit suchen. Da wird wohl zurzeit viel geerntet. Fingers crossed…
Melbourne hatte mir auf jeden Fall schon richtig Lust aufs Motorrad fahren gemacht, weil man so viele geile Maschinen gesehen hat; ich würde da aber niemals selbst fahren, weil der Verkehr viel zu unübersichtlich (Melbournes famous Right Hook Turn) und unvorsichtig ist. Die Leute fahren hier generell viel krasser. Ich weiß nicht ob man in Deutschland aus Respekt, Vernunft oder Angst vorsichtiger fährt, aber hier muss man auch als Fußgänger echt aufpassen. In Cairns bekam ich nicht weniger Lust, nur das hier alle mit T-Shirt und Flip-Flops fuhren. Einzig die Polizei muss in voller, schwarzer Montur die Hitze aushalten. Sonst machen sich die Motorradfahrer hier eher wenig Gedanken um ihren Körper. Wäre der Helm nicht vorgeschrieben, würde der wahrscheinlich auch fehlen.
Die erste Nacht im neuen Hostel war ganz gut, es war auch schön, endlich mal wieder neben Susi schlafen zu können. Leider war die Küche hier nicht so toll. Geschirr bekam man nur gegen Abgabe des Zimmerschlüssels, was total umständlich war, wenn man mal was vergessen hatte und das war meist noch nicht mal richtig abgespült. Dann kam noch hinzu, dass man zum Essen alles erst mal in die „Bar-Area“ tragen musste, die 25 Meter von der Küche entfernt war. Wieder umständlich. Aber man glaubt gar nicht wie viel das freie W-LAN wert ist.
Susi und ich haben uns jetzt zwar einen Internetstick mit 17 GB für 180$ gekauft, aber Videos gucken, Skypen und alles andere was viel Bandbreite benötigt, ist damit nicht drin. Aber sonst war es auch hier ganz schön, nur leider nicht so sauber, weil die Arbeitskräfte Backpacker, die dafür umsonst hier schlafen durften, waren. Es gab eigentlich immer gute Musik in der Bar-Area, generell ist mir der australisch Musikgeschmack, bzw. das was man so in den Reisebüros, Hostel, etc. hört bis jetzt nur sehr abwechslungsreich und sehr gut aufgefallen!
Eine Sache, die mir so durch den Kopf ging, als ich an meinem Geburtstag abends im Bett lag, war, dass ich mich noch nie so viel bewegt hab. Dauernd unterwegs immer was Neues machen, kein Stück Routine.
Das hatte ich vorher noch nie. Wie viel ich Zuhause rumgesessen habe.
Es kam mir so vor als ob ich unglaublich viel Zeit verschenkt und vergeben habe. Zuhause war das Wichtigste, das Alles möglichst bequem und ein gutes Aufwand-Ergebnis-Verhältnis hat.
Ich hoffe, dass ich was von diesem Gefühl mit nach Deutschland nehmen kann.
Einmal waren wir auch „feiern“ und haben uns den hier so berühmten „Goon“ gekauft, das was alle Backpacker trinken, um sich zu betrinken. Vier Liter „Weißwein“ für 12$ und sind ins Gilligans.
Ein Party Hostel, welches enorme Dimensionen hat. Ein extrem cooler Tanzraum, eine leicht überdachte Chillounge und ein riesiger Pool mit 15 Meter großer Leinwand.
Aber es war dann leider doch nicht so cool. Der Tanzraum war zu sehr runter gekühlt und durch die ganzen Flachbildschirme und Leinwände überbeleuchtet, sodass es nicht nur zu hell war, was ich hasse, sondern auch die Lichteffekte überhaupt nicht durch kamen. Außerdem finde ich lenken Musikvideos beim tanzen nur ab. Ein Corona, eigentlich ein Bier, aber wenn ich ehrlich bin, eine 60-40 Mischung aus Bier und Mineralwasser, kostete 7,50$. Dann kam eine Show, bei der in Bikini bekleidete „Damen“ aus verschiedenen Ländern auf einer Bühne „tanzten“ um 100$ zu gewinnen.
Natürlich gewann die, mit den gemachten Brüsten. Nach den Tanzeinlagen wurde den „Damen“ mehr als anzügliche Fragen gestellt. Das ganze verdarb mir dann so richtig die Laune. Eine große Runde Fremdschämen für alle. Aber auch danach, wurde aufm „Dancefloor“ so getanzt, dass ich das erste Mal in meinem Leben merkte, dass ich auch eine „konservative/prüde“ Ader habe.
Oder ich bin einfach nicht so Niveaulos.
Am Wochenende, wenn der Eintritt nicht frei ist, soll es aber um einiges besser sein und es gibt ja noch viele Bars, in den man auch tanzen kann, wie das Woodshed.
Sachen die mich stören: Es wird nicht recycelt; es wird die Drehzahl in den Krachbereich gezogen, nur um hart an der roten Ampel zu bremsen, die schon seit fünf Sekunden rot ist; überall stehen Hinweisschilder, dass Australien ein sehr trockenes Land ist, in dem Wasser sehr wichtig ist und trotzdem tropft alles, Wasserhahn, Toilette, Dusche.
Noch eine extrem ärgerliche Sache: Wir haben immer noch nicht unsere Bankkarte. Nachdem ich ein paarmal unserer Organisation und der Bank geschrieben habe und dann endlich zwei Briefe von der Westpac Bank bekommen habe, in denen aber keine Karte war, habe ich wieder bei unserer Organisation angerufen. Die musste nämlich immer die Briefe an uns weiterschicken und deshalb habe ich gefragt, ob die mir zwei oder drei Briefe geschickt haben… Zwei. Also bin ich am nächsten Tag zur Westpac 35 Minuten zu Fuß gelaufen um meine Karte zu sperren und eine neue zu beantragen. Eine Stunde später war ich wieder im Hostel und hatte Post von der Westpac. Meine Karte war da.
Da kann wohl jemand nicht richtig zählen in unserer Organisation.
Also wieder hin. „Pech gehabt, kann man nichts machen…“, wurde mir gesagt und die Karte vor meinen Augen zerschnitten.
Also muss ich jetzt noch über eine Woche warten, bis ich dann hoffentlich in Ayr endlich die Karte bekomme.
Morgen machen wir noch unsere Schnorchel-Tour am Great Barrier Reef und Donnerstag geht’s dann auf Richtung Mission Beach, aber erst mal poste ich unsere Regenwaldtour vom letzten Dienstag!
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