Sonntag, 28. August 2011

Alles Gute zum Geburtstag

- naja, geht doch oder, nochmals alles Gute zum Geburtstag, insbesondere Gesundheit, ganz tolle Erlebnisse bei Euren Unternehmungen, wünschen Dir MAPA.

Freitag, 26. August 2011

St. Kilda

21.08.11


Da hätte ich ja fast St. Kilda vergessen! 
Am Montag Abend sind wir mit der Bahn, ein Tagesticket kostet 7$, nach St. Kilda gefahren - 
Der wahrscheinlich schönste Vorort Melbournes, in dem auch Brigitte, die nette Dame aus dem Flugzeug, wohnt. 
Als wir an den Strand kamen, ging gerade die Sonne unter und es bot sich uns ein herrliches Panorama. Der orange-rote Himmel, mit den Laternen der der Promenade und der Großstadt im Hintergrund ergab ein tolles Motiv. 
Dann ging es über einen langen Steg weiter raus zu Steindeichen.
Ganz kleine, niedliche Pinguine schwammen dort hin und kletterten mühsam auf die Steine. Am interessantesten fand ich es mit anzusehen, wie die kleinen mit aller Kraft von Stein zu Stein sprangen. Sehr faszinierend! 
Fotos habe ich leider nicht gemacht, da die kleinen Blitzlicht wohl nicht so lustig finden... Ein paar Idioten gibt es aber immer.
Allerdings wäre das eh auf keinem Foto zur Geltung gekommen! Ab und zu wurden die Pinguine auch echt laut, ich weiß aber nicht ob aus Angst oder ob sie sich einfach gegenseitig „angesteckt“  haben.
Wir sind danach auch bald gegangen, da uns eh langsam kalt wurde.


Insgesamt ein schöner Abend, den wir bestimmt noch mal wiederholen werden, wenn wir wieder in Melbourne sind.






Donnerstag, 25. August 2011

Letzter richtiger Tag in Melbourne.

22.08.11

Die erste Nacht im neuen Hostel war ganz ok, nur die Küche ist schon dreckig. Susi und Annika sind direkt zur Westpac Bank gegangen um ihr Konto einzurichten.

Ich bin dann alleine, ohne  nervige Tasche, ohne auf irgendeine Gruppe warten zu müssen, mit T-Shirt und Softshelljacke durch die Stadt gelaufen. Und ich muss sagen, es war ein heftiges Gefühl. Die Sonne schien und ich, ein kleiner Fleck in dieser riesigen Stadt, lief zwischen den gigantischen Wolkenkratzern auf den Weg zur NAB um mein erstes, selbstverdientes Geld abzuholen.

Die NAB ist das Pendant zur Westpac Bank; das Gebäude war beeindruckend und wirkte sehr seriös und „edel“. Habe mir natürlich eine Kopie von meinem ersten Check machen lassen, behalten durfte ich ihn ja leider nicht. Danach ging’s zur Westpac um mein Konto einzurichten. Wir haben jetzt auch einen „Super-Account“ auf den unsere Arbeitgeber automatisch 10% unseres Brutto-Gehalts einzahlen müssen. Das Geld ist eigentlich für den Ruhestand gedacht, aber da wir ja in einem Jahr wieder weg sind, können wir schon darauf zugreifen, wenn wir in Deutschland zurück sind. 

Sonst haben wir an dem Tag nur feststellen können, dass die Berater von unserer Organisation doch eher Amateure sind. Am Abend haben wir noch eine Engländerin getroffen, die uns in unserer Entscheidung nach Cairns zu fliegen und die Ostküste runter zu reisen, bekräftigte.

Das ist der Ausblick, den wir von der extrem coolen Dachterrasse auf die Stadt hatten.
 


Kurze Geschichte nebenbei...


Jetzt wo ich schon mal Internet habe…
In unserer zweiten Nacht im Hostel ging mitten in der Nacht (so um halb drei) plötzlich der Feueralarm los. Totaler Stressmoment, als dann zwei Feuerwehrautos angerast kamen.
Reisepass gesucht, Handy, Laptop und Geld gegriffen, angezogen und sofort runter.
 Ich war kurz davor, unsere beiden Backpacks rechts und links unterm Arm mit runter zu schleppen.

Zum Glück habe ich’s nicht gemacht, aber wenn die verbrannt wären, wäre das schon schön bescheiden gewesen. Im Endeffekt haben nur ein paar Idioten den Feueralarm unabsichtlich ausgelöst.

Aber hier sind ein paar typische Touri-Fotos!










Die Entscheidung ist gefallen.


21.08.11

Man, bin ich lange nicht zum schreiben gekommen!
Dabei ist echt ziemlich viel passiert! Am Sonntag kam kurz bevor wir ausgecheckt haben ein Kerl zu uns an den Tisch und fragte mich ob ich Zeit zum Arbeiten hätte. Da habe ich natürlich sofort ja gesagt und bin mit zwei anderen Leuten sofort aufs Zimmer um mich anzuziehen.
Der Kerl hatte die KAPUTTESTE Karre die ich JE gesehen habe. Es gab aber nur zwei Sitzplätze, das heißt der Dritte musste in den angeranzten Kofferraum. Zum Glück habe ich sowohl bei der Hin- als auch Rückfahrt bei Stein, Schere, Papier gewonnen…
Das gesamte Auto war vollgemüllt und ich war echt froh, als wir nach fünf Minuten ankamen.
Wie sich herausstellte, sollten wir bei einer Kunstauktion die Bilder hochhalten. Vorher gabs, wie hätte es anders kommen können, Probleme mit unser Text File Number, aber arbeiten konnten wir trotzdem.
Wir mussten natürlich nicht nur Gemälde hochhalten, sondern erst noch alle 170 Authenzitätszertifikate  einsammeln, sortieren, gut 100 Stühle in die Lagerhalle schleppen und aufbauen. Wir wurden sehr kurzfristig eingesetzt, weil in letzter Minute wohl welche abgesprungen waren, deswegen hatten wir extrem wenig Zeit und viel Stress.
Als es dann los ging, mussten wir die Kunstwerke in Scheinwerferlicht präsentieren, und sobald es verkauft wurde, schnell in die Lagerhalle bringen und der Größe nach aneinanderstellen. Hört sich einfach an, aber es war echt nicht so leicht. Erst mal waren das teilweise vier Meter mal zwei Meter große Rahmen, die nicht nur schlecht zu halten, sondern auch echt schwer waren (wir durften natürlich nicht mit den Fingern aufs Bild kommen) und dann musste alles Zack auf Zack laufen.

Es wurde nur aboriginal Art versteigert. Ich hab noch nie so viele Menschen mit Lesebrillen und überschlagenden Beinen gesehen… Ich muss ehrlich sagen, dass ich finde, das die meisten Bilder eher aussahen wie Aufnahmen aus einem Mikroskop von irgendwelchen Organismen. Einige gefielen mir zwar, aber als ich gehört habe, was die Leute so geboten haben, blieb mir die Spucke weg.
Das Teuerste Bild was ich halten musste, welches auch gleichzeitig das Anstrengendste war, wurde für 22500$ versteigert. - Es war SO hässlich.
Selbst Bilder, die schwarz mit ein paar weißen Punkten waren (nicht einmal sonderlich angeordnet), gingen für 1700$ weg.

Es gibt Menschen, die haben zu viel Geld. Sowas mach ich mir selber, wenn ich mal das dringende Bedürfnis nach weißen Punkten auf schwarzem Hintergrund habe.

Was mir auch noch auffiel war, dass bei den Zertifikaten immer Bilder von den Künstlern dabei waren. Alle sahen sehr arm aus und saßen auf dem Boden in spärlichen Räumen. Die Meisten leben zwar noch, sehen aber wahrscheinlich höchstens  1% von dem ersteigerten Geld. 

Naja, danach mussten wir wieder Alles weg räumen und einige der Bilder in einem LKW verstauen. Dafür, dass die anscheinend so viel wert waren, wurde ganz schön grob mit denen hantiert.
5000$ für ein Gemälde zahlen und irgendein Idiot lässt das einfach auf die bemalte Seite fallen...


Jedenfalls hab ich dann meinen ersten Check bekommen. 120$! Nicht schlecht für den ersten Job und  fünf Stunden Arbeitszeit! War schon ein gutes Gefühl.

Susi hatte uns während ich gearbeitet habe, ein neues Hostel gesucht. Das war schon eine Nummer schlechter und dreckiger als das YHA, aber dafür eben auch 7$ billiger pro Nacht. Wir sind zusammen mit Annika und Nils in ein Sechserzimmer gegangen.
Zum Glück waren unsere Mitbewohner echt super nett. Mike und Luci, ein Paar aus England, das drei Monate durch ganz Asien und seit einem Monat durch Australien gereist ist.

Endlich haben wir mal einen ganzen Abend nur Englisch geredet und die Beiden haben uns viel von deren Reise berichtet. Die schönsten Orte waren wohl alle zwischen Cairns und Brisbane wie z.B. Fraser Island, Magnetic Island, Airlie Beach, Whitesunday National Park und noch ein paar andere Parks und Strecken.

Dann habe ich mich gefragt, wofür bin ich eigentlich hier? Bin ich hier um in einer eher europäischen Stadt, wie Melbourne, zwei, drei Monate zu arbeiten und einen abgesicherten Lebensstil im Hotel zu führen?
Nein.
Ich bin hier um zu reisen und was zu erleben und wenn man das möchte, muss man eben auch mal Geld ausgeben und ein Risiko eingehen. Und die Beiden haben uns öfter ans Herz gelegt, dass wenn wir das Geld hätten, wir unbedingt die Ostküste runter reisen sollten.
Die Sachen die man dabei sieht und die Erfahrungen die man dabei macht, lassen sich nun mal so nicht stationär in einer Stadt machen.
Außerdem finde ich, geht es nicht darum, dass man den besten order günstigsten Weg zum Ziel findet (welches der Weg ist), sondern darum, das man überhaupt ankommt.
Klar ist es besser, wenn man am Ende mehr Geld übrig hat, aber wie gesagt:
Ich bin nicht hier um Geld zu sparen, auch wenn das dazu gehört.

Trotzdem muss ich sagen, dass weder Susi noch ich unnötige Geldausgeber sind; bis jetzt haben unsere Abendessen immer so 2-3$ gekostet…

Später haben wir noch über alles Mögliche geredet und darüber wie schwierig es ist als Paar zu reisen und wie leicht man sich mal in die Haare bekommt, aber wie normal das auch ist.
Echt schade, dass die schon am nächsten Tag abgereist sind.
Das war auf jeden Fall bis jetzt die beste Begegnung, die ich hier hatte.

Nun haben wir den Flug nach Cairns für 300$ mit Gepäck und Abholung gebucht. Nicht billig, aber es war ja auch relativ kurzfristig.

Achja, Susis Blog! Ist zwar noch nicht soviel zu lesen, aber das kommt ja hoffentlich noch!;)
--> http://suesisaustralia.blogspot.com/

Samstag, 20. August 2011

Probleme, Probleme...

20.08.11

Heute ist wahrscheinlich unsere letzte Nacht im YHA Metro Hostel. Wir würden gerne verlängern, aber das geht leider nicht, da sie ausgebucht sind. Wir werden jetzt probieren morgen in das andere YHA Hostel in Central Melbourne für 7 Tage zu gehen. Außerdem müssen wir uns jetzt unbedingt um einen Flug kümmern, wenn wir weg wollen, allerdings wird dann das Geld langsam knapp… Wir haben natürlich nicht damit gerechnet in der ersten Woche direkt einen Flug für 300$ pro Person zu buchen. Aber bis Oktober bleibt es einfach noch kalt in Melbourne. Heute war komischer Weise ein super sonniger Tag und es ließ sich sogar kurzzeitig in T-Shirt aushalten. Wenn‘s so bleiben würde, würde mir Melbourne auch reichen, aber dass die Sonne nicht immer scheint, weiß ich als Bremer ja nur zu gut…
Wir würden jetzt eher nach Brisbane fliegen, weil es in Cairns ab Oktober schon sehr heiß werden soll und die „Regenzeit“ beginnt.
In Brisbane ist es noch bis November schön und man könnte sich einen längerfristigen Job suchen. Anderseits soll es in Cairns erst wieder im Juni schön werden und entweder sind wir da dann schon wieder in Deutschland oder könnten nur anderthalb Monate bleiben.
Die Option für zwei Monate hier in Melbourne zu bleiben scheint am Einfachsten und „Günstigsten“.
Susi und ich müssen uns jetzt einfach hinsetzen und uns auf Melbourne (arbeiten in der Kälte) oder Brisbane (arbeiten in der Wärme mit 300$ weniger) einigen.
So oder so fliegen wir morgen um 10 Uhr raus und müssen uns ein neues Hostel suchen.
Montag geht’s dann in die Bank um das Konto zu errichten (die Karte kriegen wir aber erst Freitag) und zu Work&Holiday, um schon mal provisorisch nach Jobs zu suchen. Im Hostel hängt ein 30 Stunden Job aus, für den ich 500$ bekommen und am Telefon sitzen würde. Das wäre ein sehr guter Anfang. Langsam formt sich ein Plan. 

Freitag, 19. August 2011

Eingewöhnen


19.08.11

Kopfschmerzen. Ich glaube, ich habe immer noch einen Jetlag. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es in Australien schwierig ist sich gesund zu ernähren. Vielleicht bilde ich mir das auch ein, weil ich vorher nie zu sehr darauf geachtet habe, was frische Lebensmittel (vor allem Obst und Gemüse) kosten, aber 2$ für zwei Bananen erscheinen mir schon recht happig. Uns wurde auch schön öfter gesagt, dass man sich einfach an die anderen Preise gewöhnen muss, selbst ein Cheeseburger bei Mc Donalds kostet umgerechnet 1,76 Euro. Angeblich sollen die Gehälter das aber kompensieren.

So wie es momentan aussieht, fliegen wir wahrscheinlich nächste Woche nach Cairns. Es ärgert mich zwar extrem jetzt schon 280$ für den Flug auszugeben, aber dahin wollten wir sowieso und dann können wir das auch jetzt machen, wo das Wetter dort top ist.
Ich möchte mir jedoch nochmal die Zugoption von Adelaide bis nach Perth angucken, da soll es auch nett sein und „viele“ Jobs geben. Das unglückliche ist nur, dass wir, um ins Internet zu kommen, immer zu Mc Donalds oder dem Work&Holiday Center gehen müssen; hier im Hostel kostet eine Stunde 4$.
Unser Konto konnten wir heute leider noch nicht eröffnen, dafür aber am Montag um zehn.
Momentan schlafen wir mit einem anderen Paar, welches ganz nett ist in einem vierer Zimmer. Das ist natürlich sehr angenehm, auch weil man nicht ständig Angst um sein Gepäck haben muss. Das Hostel soll auch eins der besseren sein und ist auch echt gut, wie ich finde. 30$ die Nacht pro Kopf ist natürlich auch nicht billig.